Ab in die Höhle!

Teilnehmer: Ines Schmidt, Norbert Henning, Kerstin Beyer und Uli Franke

Am 19.1. war das Wetter trocken, allerdings hatte es vorher viel geregnet. Der Fels war so naß, dass an Klettern nicht zu denken war. Jedenfalls nicht oberirdisch. Also kamen wir auf die Idee, es mal unterirdisch zu versuchen. Wir fuhren bis zum Belvedere und machten uns dann auf den Weg in Richtung Damenhöhle, Naturfreundehöhle usw. Da gibt’s ja etliche Löcher. Diese ganze Gruppe hatte ich schon mal mit Wolfgang abgegrast, nur in der Naturfreundehöhle waren wir damals nicht. Als ich es später mit Ines versucht habe, haben wir uns in der Höhle nicht zurecht gefunden. Deshalb wurde diese Höhle dieses Mal zuerst angepackt. Und siehe da, als wir auf halber Strecke waren, wuselte unter uns eine tschechische Dreiergruppe, die sich offenbar auskannte. Die wollten raus, wir rein, wir mussten nur noch dahin krabbeln, wo die herkamen. Allerdings musste Uli noch einmal zurück, um ein Seil zu holen, damit wir nach tschechischem Vorbild einen ca. 8m tiefen Kamin abseilen konnten. Der war feucht und schmierig. Runter war das schon gut, aber noch froher waren wir auf dem Rückweg über das Seil, denn diesen Schmierschacht in Kamintechnik hoch zu klettern, wäre nicht ungefährlich gewesen. Uli allerdings, von Entdeckungslust getrieben, kroch durch etliche Löcher und Gänge und kam dann, unter Umgehung des größten Teils des Kamins, auch fast am oberen Ende raus. Er musste dann nur noch zwei Meter klettern.
Ines folgte ihm, wollte allerdings den Kamin völlig weglassen und durch ein anders Loch kriechen. Das war keine gute Idee, wie sich zeigte, denn das Loch war verdammt eng. So eng, dass sie ohne Hilfe wohl kaum raus gekommen wäre. Wir zerrten zu zweit unter Aufbietung aller Kräfte an ihr und bedauerten sehr, dass wir keine Vaseline zur Hand hatten, um den Fels einzuschmieren. (Dieser Vorfall ist übrigens auch ein Beweis dafür, dass unser Gebirge tektonisch doch nicht so ruhig ist, wie wir immer glauben! Vor zwei Jahren ist Ines nämlich noch ganz normal durch dieses Nadelöhr durchgekommen. Wenn es jetzt klemmt, kann das nur daran liegen, dass sich der Durchlaß infolge seismischer Bewegungen verengt hat!)
Irgendwann hatten wir sie aber rausgezerrt und konnten dann den Verbindungsweg zur Damenhöhle in Angriff nehmen. Der Anfang erfordert einige Schlangenmenschentalente, aber die Stelle ist bald überwunden und dann wird der Gang weiter. Also konnten wir uns auch noch in das Buch der Damenhöhle eintragen.
Alles in allem eine hübsche Sache, jedenfalls besser, als auf dem Sofa zu sitzen!




           Ines steckt fest














 
 
                   

            In der Naturfreundehöhle
  
 
     Verbindungsweg zur Damenhöhle

           Behältnis des Höhlenbuches der Naturfreundehöhle

           Behältnis des Höhlenbuches der Damenhöhle


           Eintragung im Höhlenbuch der Naturfreundehöhle