Vermasselte Kletterfahrt
am 02.08.2008
mit Helmut Richter, Wolfgang Engel, Ralf Willecke
und Wolfgang Grübner


Wer was auf sich hielt, blieb zu Hause. Da gibt es ja auch genug zu tun. Auf der Fahrt zum PC-Parkplatz fing es nämlich an, so ganz allmählich Tröpfchen auf Tröpfchen herunterzufallen. Die Straße war nicht mal richtig naß.
Also fiel die Entscheidung leicht: versuchen wir es mit dem Bielatal, irgendetwas wird sich dort finden. Jürgen in Görlitz wurde wegen der ungewissen Wetterlage handysch abgesagt, Dieter von Hohnstein (alias Oberreich) wollte uns  am Johanniskegel treffen.
Unser Weg dorthin war schwierig. Wolfgang wußte von einem Parkplatz nördlich der Johanniswacht bei Raum. Der Parkplatz war dann doch ziemlich dicht vor Markersbach. Wir liefen los, und erst ein Förster konnte verhindern, daß wir zum Zeisigstein gelangten.

Also zurück. In Raum parkten wir dann irgendwie neben der Fahrbahn, und ein ausgeschilderter Wanderweg zur Ottomühle machte uns Mut.  Es sei vermerkt, daß es die ganze Zeit unununterbrochen  tröpfelte, nicht eben sehr viel, aber auch nicht so, daß man sagen konnte, es regnete gar nicht.
Als wir nunmehr nach einer immer noch ziemlich langen Wanderung an der Johanniswacht ankamen, überraschte  uns eine eigenartige grün-glitschige Felsbeschaffenheit. Die Stufen nach unten waren allesamt wie Schmierseife. Wir glitten also in Richtung Johanniskegel, trafen dort aber keinen Dieter an.
An einer überhängenden Wand  gleich  nebenan, versuchten zwei Extremis  an zwei Ringen vorbei nach oben zu gelangen - wohl auch vergeblich. Auch sie hatten den Dieter nicht vorbeigehen sehen. An eine Besteigung des Johanniskegel  war nicht zu denken.
Nächste Wunschvorstellung: Atariastein AW oder möglichst noch etwas besseres. Vielleicht der Südriß (immerhin III). Zwischendurch vermerkt: es tröpfelte weiter. Der Weg zum Einstieg des AW auf den Atariastein wurde unterschiedlich gehändelt. Wolfgang mittels eines Balance-Aktes auf einem liegenden Baumstamm, der Rest  schlufte durch Felslöcher. Am Einstieg des AW wurde mittlerweile jedem klar, dass die Kletterei  am heutigen Tage  passé war- so nach 20-30 Minuten.
Dann trafen wir eine weitere wichtige Entscheidung:  Wir wollten zur Ottomühle, um dort ein Bier zu trinken. Gesagt, getan. Der Rückzug  vom AW-Einstieg war eben auch nicht leicht. Helmut  und Ralf gelangten direkt nach unten. Ich rief noch hinterher, daß wir uns an der Straßengaststätte Ottomühle treffen wollten.
Denn der Wolfgang war in anderer Richtung  schon im Hochwald verschwunden. Dann liefen Wolfgang und ich den Markersbacher Weg  ins Bielatal runter und die Talstraße zur Ottomühle. Ist ja nicht weit. Nicht zu vergessen - es tröpfelte, was nunmehr nicht mehr wichtig war.
Als wir an der Ottomühle ankamen,  waren  Helmut und Ralf noch nicht da. Wir stürzten zur Theke,  das Bier schmeckte ja trotzdem guut. Als dann die beiden immer noch nicht ankamen, machten wir uns Sorgen. Wolfgang  ging den Wanderweg zur Johanniswacht hoch und ich die Straße talabwärts in der Absicht, über die Steintreppen dort auch auf die Wacht des Johannes zu gelangen. Irgendwo mußten wir doch auf die fehlenden beiden treffen.
Am Parkplatz kam mir Ralf (der stille Amerikaner) entgegen und meinte, sie hätten auf uns gewartet unterhalb des Atariasteines. -
Sei es wie es so will.  Schließlich fanden wir uns alle wieder auf der Aussicht der Johanniswacht.

Fazit:
1. Eine schöne Wanderung mit viel Humor und guter Laune
2. Kletterregelmäßiges Verhalten (was den Umi freuen wird)
3. Ein Birkenpilz gefunden
4. Morgen ist auch noch ein Tag

Nachtrag: Ab Pirna war alles pubstrocken oder wie man dazu sagt.    
                                                                                                                                                                                  wg

Zwei Fotos von der Aussicht der Johanniswacht:
   Ralf, Wolfgang und Helmut      Johanniskegel